Energetische Hausapotheke    


189 Seiten Taschenbuch

Leseproben aus: "Der Patientenratgeber"
von Klaus Radlof

Meist  entzieht sich uns der Sinn, wenn wir Übersetzungen chinesischer Texte lesen. Es bleibt dann ein unverständliches, mit deutschen Vokabeln ausgedrücktes "Chinesisch", das man kaum in die Praxis umsetzen kann. Bei diesem Buch handelt sich um den Versuch, die uns bekannten Hausmittel, die bei schematischer Anwendung durchaus Schaden anrichten können, überlegter und damit effektiver zu verwenden. Als Richtlinie diente dabei die alte chinesische Medizin. Zwar muss nicht unbedingt alles was alt ist, gut sein. Gleiches gilt aber ebenso für das Neue. Dennoch, die uralte chinesische Medizin, bietet auch heute ein wirksames Medizinsystem. Deshalb soll auch das moderne chinesische Zeichen oben - das "Chamäleon" oder "Wandel" bedeutet - durch das Buch, zum gleichen Zeichen aus der Sung Zeit, ca. 1000 v.Chr. - durch das Buch führen.

Die Yin und Yang Heilmittel

"Wärme und Kälte"


Merke:

Ein Schmerz, der sich nach 30 Sekunden Wärme nicht deutlichst gebessert hat, will mit Kälte behandelt werden !


In einer illustrierten Zeitschrift erschien vor einigen Jahren der Bericht Über einen japanischen Rheumatologen, der Rheumatiker in einer Kältekammer behandelte. Die Erfolge dieses Behandlungsvorgehens wurden hoch gepriesen. Ein paar Seiten weiter warb ein Moorbad um Kurgäste mit genau den Leiden, die der japanische Professor angeblich so erfolgreich in seiner Kältekammer therapierte. Das von diesem Kurbad verwendete Moor sei das "wirksamste, heisseste und schwärzeste", hiess es dort sinngemäss im Text.

Auf den ersten Blick fällt ein Widerspruch auf, denn es werden offensichtlich identische Krankheitsbilder total gegensätzlich behandelt. Hätte es sich bei der Illustrierten um eine medizinische Fachzeitschrift gehandelt, dann könnte man sich einen Streit medizinischer Experten um das "richtige" Behandlungsvorgehen lebhaft vorstellen. Fern aller wissenschaftlichen Haarspalterei muss aber gesagt werden, dass beide Behandlungsweisen ihre Berechtigung haben und richtig sein können.

Wie alle Dinge lassen sich auch Erkrankungen und Schmerzzustände nach dem dualistischen Prinzip des Yang und des Yin einordnen. Diese Unterscheidungen sind selbstverständlich auch für die Heilmittel, wie sie in unserer "Hausapotheke" verwendet werden, möglich. Also auch bei den als Hausmittel häufig verwendeten Wärme- und Kälteanwendungen. |Allerdings wird im allgemeinen recht einseitig die Wärme bevorzugt. Es heisst, dass Wärme "grundsätzlich immer gut ist", und als Therapeut kann man fast immer davon ausgehen, dass Selbsthilfe mit allen möglichen Formen der Wärme zuvor angewendet wurde. In der Regel werden dadurch die zumeist bereits vorliegenden energetischen Füllezustände nicht nur erhalten, sondern noch gesteigert.

Hauptsächlicher Bestandteil von Rehabilitationskuren sind ebenfalls Wärmeanwendungen, die in vielfältigen Formen, z.B. als Moorpackungen, Bestrahlungen, Kurzwellen- und Ultraschallbehandlungen etc. abgegeben werden. Da die Patienten dieser Kurbetriebe bereits vorher erfolglos mit diesen oder ähnlichen Mitteln ambulant behandelt wurden und auch zumeist versuchten, sich selbst damit zu helfen, ist der Misserfolg von Kuren in diesen Fällen vorprogrammiert. Erstaunlich ist dabei, dass weder die Patienten, noch die behandelnden Ärzte und schon gar nicht die sonstigen in Kurbädern tätigen Therapeuten die dadurch vorgegebene Unwirksamkeit und Erfolglosigkeit erkennen. Man zeigt sich immer wieder erstaunt darüber, dass es in nicht wenigen Fällen sogar noch zu einer weiteren Steigerung bereits bestehender Beschwerden kommt, und in einigen Fällen wird dann von der ärztlichen Leitung dieser Institutionen ein Antrag auf Frührente befürwortet. Alle Üblicherweise durchgeführten Behandlungen erfolgen mit der Überlegung, dass es sich um Erkrankungen des sog. "rheumatischen Formenkreises" handle und dass "Rheuma" warm gehalten werden müsse. Es muss gesagt werden, dass, was auch immer unter dem Begriff "Rheuma" zu verstehen ist, ebenfalls den energetischen Gesetzen unterliegt und dass deren Missachtung zwangsläufig zu Komplikationen fahren muss. Will man brauchbare Behandlungsresultate erzielen, dann muss man auch in diesen Fällen zwischen energetischen Fülle- und Leerezuständen unterscheiden und dementsprechend behandeln.

In diesem Zusammenhang stellt sich natürlich die Frage, warum Kurbetriebe derartig schematisch, und damit in sehr vielen Fällen "falsch", vorgehen. Zunächst einmal muss betont werden, dass die Verwendung von Wärme nicht in jedem Fall kontraindiziert ist, also u.U. positive Wirkungen hat. Die Mehrzahl der Kurgäste bringt aber - mehr oder weniger starke - energetische Füllezustände und reagiert dann bestenfalls "nur" mit einer Anfangsverschlimmerung. Das wird dann als "willkommene Kurreaktion" ausgelegt. Diese Anfangsverschlimmerung kann aber bei stärkeren Füllezuständen so intensiv sein, dass bleibender Schaden entsteht. Da der durch Kurgast in diesen Institutionen mehr Konsument als Patient ist, sollte man sich auch Überlegen, dass ein Kurbad vom Verkauf seiner Kurmittel (Moorpackungen etc.) lebt und diese an den Mann bringen muss, egal ob der Kurgast einen gesundheitlichen Nutzen davon hat oder nicht. (Versuchen Sie einmal, beim Metzger Gemüse zu kaufen). Ausserdem würden sich Kurbetriebe selbst ins wirtschaftliche Abseits manövrieren, wenn deren Patienten dauerhaft gesunden würden.

Derartige "Falschbehandlungen" werden selbstverständlich nicht aus bösartigen oder ausschliesslich gewinnorientierten Motiven heraus, sondern stets in bester Absicht und unter Einhaltung der gewohnten Prinzipien durchgeführt. Da es sich erfahrungsgemäss bei mehr als 80% der Kurgäste um Personen handelt, die eine Energiefülle am Ort ihrer Beschwerden haben, müssen Badeärzte die wenigen - erfolgreich behandelten - Leerezustände zu Supererfolgen machen, um damit ihre Daseinsberechtigung begründen zu können.

Ähnliches gilt auch für die sog. Rehabilitationskuren. Sie werden von Versicherungen in der Hoffnung bezahlt, dass so die Arbeitsfähigkeit des Versicherten wieder erlangt werden kann. Behandelt wird dann am Kurort auch wieder mit den prinzipiell gleichen Mitteln, wie sie bereits vorher am Wohnort des Patienten erfolglos eingesetzt wurden, nun aber, da der Patient ja genügend Zeit hat, besonders intensiv. Er wird deshalb den ganzen Tag mit Kuranwendungen beschäftigt. Morgens erhält er ein Kräuter- oder Thermalbad, am Vormittag eine Moorpackung mit Massage und am frühen Nachmittag eine physiotherapeutische Behandlung und/oder Elektrotherapie. Abgesehen von dem Umstand, dass diese Massnahmen nur selten auf den richtigen energetischen Zustand treffen, muss darüber hinaus der Organismus des Patienten diese vielfachen Reizsetzungen verarbeiten. Es kommt daher - je nach Schwere des Falls - zu z.T. erheblichen Kurreaktionen.

Diese Reaktionen werden deshalb nicht selten von vornherein durch die Verordnung stark wirkender Medikamente abgefangen. Es handelt sich in der Regel um Mittel, die dann wieder behandlungswürdige Nebenwirkungen haben. So wurde beispielsweise in einem medizinischen Aufsatz die Abgabe von Antidepressiva an Rheumatiker gefordert. Bei erster und oberflächlicher Überlegung könnte man zur Ansicht kommen' dass die starken Schmerzen dieser Personen zu Depressionen führen würden. Tatsache ist aber, dass diese Schmerzzustände schon fast grundsätzlich mit Kortisonpräparaten behandelt werden, die als Nebenwirkung u.a. Depressionen erzeugen. Mit Kortisonpräparaten können lebensbedrohende entzündliche Zustände sehr gut beeinflusst werden. Leider aber werden diese Medikamente mehr und mehr zur Behandlung von Banalitäten verwendet.

In diesem Zusammenhang gleich noch eine Bemerkung zur sog. "Rheumaliga". Es handelt sich dabei um eine Vereinigung, die bei, Gesundung ihrer Mitglieder schliessen müsste. Das von professioneller Seite "vorgelebte" Behandlungsvorgehen - die grundsätzliche Behandlung mit den Mitteln der Wärme - prägt natürlich auch das Vorgehen bei der Selbsthilfe. Vor einiger Zeit war ich Zeuge eines Telefongespräches, in dem eine Patientin dem Physiotherapeuten erklärte, dass sie bereits 50 Moorpackungen bekommen hätte und damit weitermachen wolle, weil sich die Beschwerden immer noch nicht gebessert hätten. Dass dieser Weg unter Umständen falsch sein könnte, kam ihr nicht in den Sinn.

Vor Jahren habe ich einen damals etwa 6jährigen Jungen behandelt, der unter einer entzündlichen Arthritis eines Kniegelenks litt. Das Knie begann irgendwann einmal zu schmerzen, dann wurde es heiss und schwoll an. Die sofort eingeleitete Behandlung mit antirheumatischen Medikamenten reduzierte seine Beschwerden weitgehend, und danach wurde dann mit einer Moorkur der anfängliche, schlechte Zustand wieder hergestellt. Als ich den Jungen kennen lernte, hatte er bereits zwei Operationen am Knie hinter sich. Mein Rat an die Eltern war relativ einfach: Ich empfahl die Wärmeanwendungen durch Kälte zu ersetzen. Der Junge wurde absolut beschwerdefrei und war es auch noch etwa 10 Jahre später.

Ähnlich verhielt es sich auch in vielen anderen Fällen. Als weitere Beispiele können Patienten genannt werden, die unter einer entzündlichen Erkrankung der Gelenke in der Wirbelsäule litten (Morbus Bechterew). Auch in diesen Fällen besteht die Behandlung - abgesehen von den Medikamenten - in der Regel vorwiegend aus Wärmeanwendungen, die die Beschwerden nicht reduzieren, sondern steigern.

Die Warnung vor der generellen Verwendung von Wärme gilt natürlich nicht nur für die soeben beschriebenen "grossen" Erkrankungen. Sie ist genau so gültig für die banalen Alltagsbeschwerden. Welchen Sinn kann es z.B. haben, einen nächtlichen - im warmen Bett - wachmachenden Schmerz mit einer weiteren Wärmeanwendung zu behandeln? Schmerzen und Beschwerden, die im (warmen) Bett auftreten, signalisieren in der Regel energetische Füllezustände, die keinesfalls mit den Mitteln der Wärme behandelt werden wollen. So logisch das Letztgenannte auch klingen mag, die ständige Verwendung von Wärme ist doch dabei gängige Praxis! Ich empfehle Übrigens den von mir ausgebildeten Kollegen, den Patienten zu befragen, was er bisher als Selbsthilfe gegen seine Leiden unternommen habe und empfehle dann das Gegenteil davon zu tun. Die Begründung dafür ist: Wenn das bisher Unternommene richtig gewesen wäre, müsste der Patient beschwerdefrei sein und bedürfte keiner weiteren Behandlung.

Bei der Befragung der Patienten, ob sie es schon einmal mit dem Gegenteil der Wärme, also mit Kälte versucht hätten, hört man regelmässig die Antwort, dass ihnen Kälte absolut nicht bekommen würde. Sie würden ja, so lautet oft die Begründung, auf (klimatische) Kälteeinflüsse mit einer Verschlimmerung ihrer Beschwerden reagieren und ansonsten auch häufig frieren. Der Versuch, die Behandlung mit Mitteln der Kälte durchzuführen, erscheint ihnen daher von vornherein als sinnlos.


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